Infos

Schulkinder, Radfahrer, Fußgänger
Stickstoff/Abgase
LKW-Verkehr in Lank-Latum und den Rheingemeinden

Osterath
Strümp
Kreisstraße

Flächenverbrauch
Naturschutz

 

Schulkinder, Radfahrer und Fußgänger

Nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer bewegen sich am umweltfreundlichsten fort, und sind bei Verkehrsplanungen auch wegen Ihrer besonderen Schutzbedürftigkeit bevorzugt zu berücksichtigen.

Die K9n führt ein Brückenbauwerk mit maximal vertretbarer Steigung über die K-Bahn/U76 und den Kalverdonksweg. Eingekesselt mit dem Verkehr zwischen meterhohen Lärmschutzwänden bewegen sich Fußgänger und Radfahrer in besonderer Lärm- und Abgasbelastung auf Höhe des Autobahndamms.

Die K9n führt sehr nah am Strümper Gymnasium entlang,
also auch nah am neuen Sportplatz, der neuen Kita, der Grundschule.

Es gibt keine Ampeln, „Tempo 30“ ist auf Kreisstraßen ausgeschlossen.
Dadurch wird die Sicherheit der Schulkinder deutlich verschlechtert.

Es gibt keine Lärmschutzwand in Höhe der Schule, hinzu kommt eine deutlich stärkere Belastung der Kinder mit Abgasen und Feinstaub.

Stickstoff/Abgase:

Vor allem die A57 belastet Osterath und Strümp stark mit Abgasen. Nach Bau der K9n werden an einigen Stellen so überhöhte Stickstoffdioxid-Werte prognostiziert, dass Luftreinhaltepläne und Aktionspläne nötig sind. Stickstoffdioxid ist sehr giftig. Dann gehört der Schadstoff-Messwagen zum Straßenbild. Trotzdem wird man die Werte nicht absenken können (siehe Probleme in Krefeld). Aktionspläne lassen sich nicht auf Autobahnen umsetzen. Wegen Abgas-Belastungen empfehlen Experten einen Mindestabstand von Wohnbebauung zur Autobahn, der hier in mehreren Gebieten unterschritten wird

  
LKW-Verkehr durch Lank-Latum und die Rheingemeinden

Der Krefelder Hafen erwartet mindestens eine Verdopplung der umgeschlagenen Güter und entsprechend mehr Fahrzeugen Ein Ausbau des Hafens für 50 Millionen Euro ist geplant.

Ein Anschluss des südlichen Hafengebiets an das Autobahnnetz ist nicht in Sicht.

Stau-Umfahrer, Mautsparer, durch Navigationsgeräte fehlgeleitete Fahrer sind jetzt schon ein großes und ungelöstes Problem vor allem in Lank-Latum, aber auch ein Thema in den Rheingemeinden Ilverich, Nierst und Langst-Kierst.

LKW-Durchfahrtverbote sind auf einer Kreisstraße nicht zulässig. Wo sie bestehen, können sie mit dem Anliegen „die Dieselpreise an der Tankstelle sehen zu wollen“ außerdem schon straffrei umgangen werden.

Die weitere Verbindung des Hafens mit der Autobahn auf Meerbuscher Stadtgebiet wird zusätzlichen überregionalen Verkehr anziehen, der neben Strümp und Bovert auch die Rheingemeinden und Lank-Latum noch weiter belasten wird.

Osterath

In Osterath gibt es heute schon eine starke Lärm-Belastung, verursacht vor allem durch die Autobahn 57, die L 476 (Meerbuscher Straße), die Deutsche Bahn und den Fluglärm. Vor allem die A57 belastet Osterath auch stark mit  Abgasen. Nach Bau der K9n werden an einigen Stellen so überhöhte Stickstoffdioxid-Werte prognostiziert, dass Luftreinhaltepläne und Aktionspläne nötig sind. Stickstoffdioxid ist sehr giftig.

Für Osterath bedeutet die K9n eine weitere  Belastung der Meerbuscher Straße. Auf Höhe des kommenden Frischemarkts (Ostara) wird dort eine tägliche Fahrzeug-Belastung von fast 15.000 KFZ prognostiziert. Weiter stark wachsende Gütermengen auch auf der Schiene machen eine Bahnunterführung in Osterath nötig – trotz Planung gilt ihre Umsetzung als unwahrscheinlich. Die K9n führt zu einer weiteren Belastung der Meerbuscher Straße durch die Ampelanlage am Autobahn-Anschluss Bovert. Am Ivangsweg befürchtet man Schleichverkehr.

Die 13 Meter breite Straße führt in einem Brückenbauwerk über den Kalverdonksweg und die K-Bahn (U 76). Fußgänger und Radfahrer müssen die Brücke zwischen meterhohen Lärmschutzwänden erklimmen.

Das Naherholungsgebiet zwischen Strümp und Bovert wird entwertet, eine Bebauung des ehemaligen „Meerbusch-Mitte“ Geländes wahrscheinlicher.

Strümp

In Strümp gibt es heute schon eine zunehmende Lärm-Belastung , verursacht vor allem durch die Osterather und die Xantener Straße, die Autobahn 57 und den Fluglärm.  Die K9n kesselt den den Ortsteil Strümp im Süden ein und erhöht dort die Verlärmung und Verkehrsbelastung.

Die K9n wird zusätzlich Verkehr, insbesondere LKW-Verkehr anziehen.  Die Straße bietet bei Stau auf der A57 eine direkte Verbindung über die Rheingemeinden oder Lank zur A44 und zum Krefelder Hafen.

Die unmittelbar südlich von Strümp beginnende Freifläche, die heute als Naherholungsgebiet dient, wird entwertet. Eine Bebauung des ehemaligen „Meerbusch-Mitte“- Geländes wird wahrscheinlicher.

Kreisstraße

Kreisstraßen sind Straßen mit überörtlicher Verkehrsbedeutung, die den zwischenörtlichen Verkehrsverbindungen dienen oder zu dienen bestimmt sind.

Eine Kreisstraße ist grundsätzlich für alle Verkehrsteilnehmer: Fußgänger, Radfahrer, PKW und LKW.

Engpässe, Tonnagebeschränkungen und „Zone 30“ z.B. auf der K9 in den Rheingemeinden können in der Zukunft aufgehoben werden. Sie sind auf Kreisstraßen unüblich, bzw. unzulässig.
Da Bau- und Unterhaltungskosten von Kreis und Land getragen werden obliegen Ihnen die entsprechenden Entscheidungen.

Stau auf der Autobahn wurde als Extremsituation nicht bei den Planungen der K9n berücksichtigt.

Flächenverbrauch

In Deutschland gehen nach Angaben des Bundesamtes für Naturschutz jeden Tag rund 90 Hektar Land zugunsten von Siedlungs- und Straßenbau verloren. Das entspricht in etwa der Größe von 150 Fußballfeldern täglich.  Wenn ein Stück Natur verschwindet, bedeutet das auch Verlust von Lebensräumen für Menschen, Tiere und Pflanzen.

In NRW wurden 2010 täglich 11,5 Hektar Landesfläche bebaut.

Bei dem Boden, der durch den Bau der K9n versiegelt würde, handelt es sich um Löss-Böden, die weltweit zu den fruchtbarsten und ertragreichsten gehören. Davon gehen im Rhein-Kreis Neuss jährlich über 120 Hektar Boden verloren.

 

Naturschutz:  

Feldhase, Vorwarnstufe Rote Liste
Feldhase, Vorwarnstufe Rote Liste

  

Fast die Hälfte aller Tier-und Pflanzenarten in NRW sind stark vom Aussterben bedroht.
(Rote Liste des Umweltministeriums).

In dem von der K9n betroffenen Gebiet wurden 45 Vogelarten nachgewiesen, 37 davon brüten dort.

Es sind streng geschützte Arten dabei wie Schleiereule, Kuckuck und Mäusebussard.  Auch die Feldlerche, der laut Nabu (Naturschutzbund) ein Aussterben in NRW innerhalb der nächsten 5 Jahre droht, brütet mit einigen Pärchen im Plangebiet.
Fast alle der 22 in Deutschland lebenden Fledermausarten stehen auf der roten Liste.
Auch die Fledermäuse, die im Plangebiet der K9n vorkommen, sind vom Aussterben bedroht, manche der Arten sogar stark bedroht.
Eine einzige Fledermaus frisst pro Jahr 250.000 Mücken.

Weitere Tiere der roten Liste im Plangebiet:
Mehl- und Rauchschwalben (besonders geschützt)
Feldhase, Feldspitzmaus, Star (Vorwarnliste)

Außerdem viele – bisher- ungeschützte Tiere :
Reh, Igel, Fuchs, Falke, Grün- und Buntspecht, Zaunkönig, etc.

Schleiereule Foto:Luc Viatour
Schleiereule     Foto: Luc Viatour