K9n – Es geht weiter             November 2019

Bis zum 06.Januar 2020 können alle Meerbuscher Bürger Bedenken und Einwendungen zur K9n, der Verlängerung der Kreisstraße K9, online einreichen.

Über diesen Link können die Einwendungen online abgegeben werden und auch die Baupläne, Gutachten, etc. online eingesehen werden:

https://www.o-sp.de/meerbusch/plan?pid=32428&tid=110401

Die Kreisstraße 9 führt von der Stadtgrenze Meerbusch- Krefelder Hafen über die Rheingemeinden nach Strümp.

Mit der K9n wird eine Verlängerung dieser überregionalen Verkehrsverbindung durch Strümp bis Osterath geplant, dort zur Anschlussstelle Bovert der Autobahn A57.

Für Strümp und Osterath würde dies eine weitere Verkehrszunahme, Schleichverkehr bei Stau auf der A57 und eine noch stärkere Belastung durch Verkehrslärm und Luftschadstoffe bedeuten.

In Nierst, Langst- Kierst, Ilverich und in Lank ist mit einer weiteren Verkehrszunahme aus und in Richtung des Krefelder Hafens zu rechnen.

Rückblick:

Eine Petition gegen den Straßenbau und eine Klage des BUND gegen einen der beiden Bebauungspläne wurden von Bürgern aus den verschiedenen Ortsteilen unterstützt.

Im Oktober 2015 erklärte das Oberverwaltungsgericht den Bebauungsplan der Stadt für unwirksam. Es gab u.a. Bedenken, ob die beachtliche Überschreitung der Lärmwerte am Tag und in der Nacht hinreichend begründet war.

Auch der Ausgleich für betroffenen Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind (Feldlerche, Schleiereule und mehrere Fledermausarten) konnte die Richter nicht überzeugen.

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Karte

Die zwei Kilometer lange Kreisstraße K9n soll Strümp mit der Autobahnauffahrt Bovert verbinden.

 

Die geplante Straße K9n zwischen Strümp und Bovert bedeutet zu viele Nachteile

Wir fordern:

1.    keine Zerschneiden des Meerbuscher Naherholungsgebietes zwischen Strümp und Bovert durch die geplante Kreisstraße K9n

2.    kein neues Meerbusch-Mitte durch die Hintertür

3.    kein Zusammenwachsen der Ortsteile

4.    den Erhalt der Freiflächen zwischen den Stadtteilen

5.    eine Stadt im Grünen

Begründung

1.    Die K9n stellt eine unzumutbare Verkehrsbelastung des schon durch die Deutsche Bahn, die K-Bahn/U76,  die A57 und die Meerbuscher Straße übermäßig belasteten Ortsteils Osterath-Bovert dar.

2.    Die K9n kesselt den Ortsteil Strümp im Süden ein und führt am Mönkesweg, am Strümper Gymnasium und zum Teil am Strümper Busch zu deutlicher Verlärmung und Verkehrsbelastung. Die unmittelbar südlich von Strümp beginnende Freifläche wird als Naherholungsgebiet entwertet.

3.    Die K9n zerstört den Lebensraum von seltenen Tieren und Pflanzen und führt allein durch ihren 11m breiten Querschnitt zu einer erheblichen Flächenversiegelung.

4.    Die K9n wird zusätzlich Verkehr, insbesondere LKW-Verkehr anziehen (die Straße bietet bei Stau auf der A57 eine direkte Verbindung über die Rheingemeinden oder durch Lank-Latum zum Krefelder Hafen).

5.    Die K9n verschafft der Stadt die Möglichkeit, ein weiteres Wohn- und Gewerbegebiet zwischen Bovert und Strümp zu planen (Zitat aus dem Flächennutzungsplan der Stadt Meerbusch: „Nach dem Stadtentwicklungskonzept Meerbusch ist langfristig vorgesehen, auch den südöstlich dieser Verkehrsachse bis zur Meerbuscher Straße gelegenen Bereich, der heute noch landwirtschaftliche genutzt wird, einer städtebaulichen Entwicklung als Wohn- und Gewerbegebiet zuzuführen“)